Tantillus R

Tantillus Reborn

Kapitel 0 – Vorwort

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Tantillus R(eborn)

(tantillus = lateinisch für „so klein“)

Vorgeschichte:

November 2017 entstand zusammen mit Forumskollegen Protoprinter die Idee, nebenher einen weiteren Drucker zu bauen.

Wir sind beide Besitzer großer, quasi nicht transportabler, doch sehr teurer, mit Technik vollgestopfter Drucker.

Gerade Einsteiger träumen oft von der Idee, einen möglichst großen Drucker zu bauen/zu besitzen. Wenn man es endlich mal geschafft hat sich ein solches Gerät zu bauen und damit vernünftige Drucke zu erzeugen, ist man erstmal stolz.
Je länger man dann aber eine solche Immobilie besitzt, umso mehr muss man sich eingestehen, dass:
– 90% aller Teile auf einem 10x10cm großen Druckbett Platz finden
– große Drucker absolut nicht energieeffizient sind
– große Drucker nicht transportabel sind
– hohe Druckgeschwindigkeiten immer zu Lasten der Qualität gehen
– die Kosten für den Bau doch immer ausarten

Es musste also ein Kontrastdrucker her. Ein Gerät von der Stange war keine Option. Schnell kam die Idee auf, einen längst vergessenen RepRap Klassiker wiederzubeleben, den Tantillus!

Er vereint viele Punkte die uns in der Vorplanung wichtig waren:
– kostengünstig zu bauen
– extrem geringe, bewegte Masse
– hohe Energieeffizienz
– sehr hoher Selbstfertigungsanteil
– leicht zu bauen
– transportabel
– (bedingt) fähig sich selbst zu replizieren
– schicke Optik

Der originale Tantillus wurde Feb. 2012 veröffentlicht und ist aus heutiger Sicht ein legendärer Drucker. Die inspirierende Arbeit von sublime ist der Grundstein vieler weitere RepRaps wie z.B. der 3DR Delta.
Daher trägt auch unser Remake mit Stolz den Namen Tantillus R (R für reborn).

Nachfolgend beschreiben wir unsere Gedankengänge bei der Rekonstruktion  und haben unseren Weg möglichst präzise dokumentiert.


… noch eine kleine Anmerkung direkt zu Beginn

In den heutigen Zeiten, in denen China den Markt mit billigsten Geräten flutet, sind einfache Drucker für ganz kleines Geld zu bekommen. Die müssen nicht einmal montiert werden, das macht irgendein Chinese in einem prekären Arbeitsverhältnis. Who cares?

Wer einfach nur billig drucken möchte, sollte sich bitte die Youtube Videos schauen in denen jede Objektivität auf etwas Schmiergeld ausrutscht.
Beschwert euch nachher nur nicht wenn nach zwei Wochen ein neues Gerät der beste Drucker am Markt ist.
Wer die Musik bezahlt bestimmt auch was läuft.
Gesichtsbuch, Blog’s und Foren mit Ge**best-Links und Gutscheinen sind auch eine besonders wertvolle Informationsquelle.

Wer Lust auf einen openSource Drucker abseits von dem sucht, der ist eingeladen weiterzulesen.

Der Tantillus R ist trotz oder gerade aufgrund seiner geringen Größe und Einfachheit nicht unbedingt der einfachste Einsteigerdrucker. Die Lagerung der Achsen, das Hotend, Kühlkonzept, … erfordern eine Grundkenntnis der Materie.
Mit genügend Geduld und Selbständigkeit sollten selbst Einsteiger dennoch dazu in der Lage sein dem Tantillus R sehr gute Druckteile zu entlocken.

Die Dokumentation soll zum Nachbauen anregen, trotz aller Sorgfalt können sich dennoch Fehler eingeschlichen haben. Selbstständiges Handeln und Denken ist grundsätzlich erforderlich.

Allergikerhinweis:
Achtung, dieses Vorwort kann Spuren von Ironie enthalten!


Die Dokumentation ist etwas umfangreicher geworden. Um es übersichtlich zu halten ist sie in Kapitel unterteilt:

Ein Gedanke zu „Tantillus R

  1. Pingback: Tantillus R: the Reborn of a tiny, highly portable and precise 3D printer | Open Electronics

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